Herzlich willkommen beim Lübbecker Bürgerschützen-Bataillon seit 1492


Die Chronik der Stadt Lübbecke erwähnt im Jahre 1492 zum ersten Male, dass die Wehrhaftigkeit unserer Stadt wieder einmal unter Beweis gestellt werden musste.

Dazu kamen die Schützen zu einem Wettstreit zusammen und feierten anschließend mit den Bürgern. Man schoss mit der Armbrust, aber auch mit dem Schwarzpulver-Gewehr. Nach Gilden geordnet trat man an, um mit beiden Waffen den „Schießmeister“ (heute „Schützenkönig“) zu ermitteln. Einem Volksfest glich dieser mittelalterliche Schießwettstreit und für die Schützen und Bürger trug er bei zur Erhaltung und Hebung des Gemeinsinns, zur Förderung echter Bürgertugenden und Aufrechterhaltung der Liebe und Treue zur Heimat und zum Vaterland.
Obwohl wir heute auf eine 530-jährige Bataillonsgeschichte zurückblicken dürfen, sind unsere Ideale unverändert geblieben. Um die Wahrung dieser einzigartigen Tradition auch in Zukunft zu sichern, sind allerdings immer wieder zeitgemäße Ideen gefragt, die wir gerne annehmen und umsetzen.
Das Lübbecker Schützenwesen hat trotz seiner großen Geschichte nicht an Attraktivität verloren.  Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Menschen fühlen sich dem Bataillon und seiner Tradition verbunden, ob als Ausmarschierer oder als Gäste unserer Schützenfeste und -bälle. Auch Sie sind herzlich eingeladen.
Wir, die Lübbecker Bürgerschützen, freuen uns über Ihr Interesse!
Christoph Barre
Oberst und Kommandeur des Lübbecker Bürgerschützen-Bataillon seit 1492

531. Bürgerschützenfest 2023

 

Freitag, 16. Juni bis Sonntag, 18. Juni 2023

Am Sonntag endet die Amtszeit unserer beiden Majestäten und wir freuen uns auf das Königsschießen 2023!



Könige seit 2019 im Amt

Endlich dürfen Sie ihr erstes Fest feiern: Lt. Holger Kleffmann (Zylinderkompanie), König der ungeraden Hausnummer und Martin Schepermann (Wiehengebirgsschützen / gerade Hausnummern) tragen seit 2019 die Königswürde des Lübbecker Bürgerschützen-Bataillons.


Königsbowle 2022

Bilder: Westfalenblatt und Bürgerschützen Bataillon Lübbecke

Mit der traditionellen Königsbowle konnten die Mitglieder des Offiziers- und Unteroffizierskorps endlich wieder gemeinsam anstoßen. „Die Vorfreude, dass wir in 2 Wochen in gewohnter Form den 530. Bürgerschützenball feiern dürfen, ist bei allen Zügen spürbar“, berichtet Oberst Christoph Barre in seiner Begrüßung. Zuvor hatte die Artillerie mit 3 Böllerschüssen den Abend eröffnet: Jeweils einen für die beiden, seit 2019 amtierenden Majestäten Holger Kleffmann und Martin Schepermann und einen für Bürgermeister Frank Haberbosch, der als „oberster Dienstherr“ gut gelaunt die Gäste begrüßte.

Den Namen hat das Auftaktevent der Erdbeerbowle zu verdanken, die auch in diesem Jahr durch die im Bowlenbuch festgehaltenen Versäumnisse und nicht immer ganz ernste Fehltritte der Offiziere gesponsert wird. Als bisheriger Bowlenbuchführer wurde Karl-Josef Neuwöhner nach 52 Jahren Mitgliedschaft im Offizierskorps in Abwesenheit inaktiviert und mit Michael Hachmeister sein Nachfolger benannt.

Im Mittelpunkt der Königsbowle stehen die Menschen, von denen das Schützenbataillon organisiert, getragen, gefördert und die Züge zusammengehalten werden. 5 Ernennungen zu neuen Leutnants (so viele wie nie zuvor), Beförderungen und emotionale Inaktivierungen von langjährigen Aktivposten des Offizierskorps prägten den Verlauf des Abends.

Besonders lang und laut war der rhythmische Applaus bei der Verabschiedung von Heinrich Esdar (38 Jahre Offizierskorps, davon 30 Jahre im Kommando) und Wilfried Schröder (35 Jahre Offizierskorps). „Henner hat sich auf unvergleichliche Weise für das Bataillon engagiert und mir in all den Jahren bei unzähligen Aufgaben den Rücken freigehalten, sowie neue Projekte vorangetrieben – bespielhaft sicherlich die Battaillonschronik zum 525.-Jubiläum. Ich bin Dir persönlich zu tiefem Dank verpflichtet“, sagte Christoph Barre bei der Laudatio seines 1. Adjutanten.

Wilfried Schröder war seit seiner Kindheit Ausmarschierer, wurde 1987 zum Leutnant ernannt und war von 1999 bis 2018 Mitglied des Kommandos. 2012 errang er die Königswürde und bekam nun die silberne Ehrennadel für 35 Jahre aktive Mitgliedschaft im Offizierskorps. „Wilfried wird nie Müde mit der Umsetzung neuer Ideen das Bataillon zu stärken – letztlich bei der Gründung der Turmkanonen 2018. Als Zugführer der jungen Wilden zeigte er einmal mehr, wie viel Spaß ihm das Schützenwesen bereitet“, dankte Barre dem Jubilar.

Weitere Jubiläen im Offizierskorps feierten: Ehrenoberst Karl-Wilhelm Deerberg (55 Jahre), Christian Hille (35 Jahre) sowie Kersten Bunke (25 Jahre). Noch einmal laut wurde es bei den Ehrungen der Unteroffiziere: Karl-Wilhelm Schwarze und Martin Kröger (für jeweils 50 Jahre), Bernd Telgheder und Friedrich Bokämper (für jeweils 30 Jahre) wurde mit dem Orden der Unteroffiziere gedankt.

Sieben Beförderungen standen auf dem Programm: bei den Unteroffizieren wurden Christian Oncken und Jürgen Reinhardt zum Oberfeldwebel sowie Jens Hucke und Martin Medzech zum Feldwebel ernannt. Bei den Offizieren ist Gerd Mühlnikel (Zylinderkompanie) ab jetzt Hauptmann und Waldemar Freitag (Fahnensektion) sowie Kai Sommer (Westkompanie) Oberleutnant.

Besondere Freude an ihrem ersten Abend in dem Kreis des Offizierskorps hatten die sieben neuen Leutnants bei Ihrer Ernennung: Nils Beckmann, Maximilian-Wilhelm von Behren, Maximilian Hanning, Dennis Reinhard und Tim Tödtmann tragen nun Verantwortung, sind Vorbild und Repräsentanten des Lübbecker Bürgerschützen-Bataillons. Sie beginnen ihren Dienst am ersten Tag des Schützenballs, dem 10. Juni 2022.


Bataillonsvergleichsschießen gibt Startschuss in das Schützenjahr 2022

Was bekommt man wenn man frisch gezapften heimischen Gerstensaft, eine krosse regionale Bratwurst vom Rost und gute Gespräche miteinander verbindet? Als Lübbecker Bürgerschützen kennen wir im Frühjahr eines jeden Jahres eigentlich nur eine Antwort auf die Verbindung dieser „Zutaten“: Das Bataillonsvergleichsschießen in der „Alten Schule“ in Obermehnen, welches traditionell von der Westkompanie ausgerichtet wird und nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause nun wieder stattfinden konnte.

 

Wenn dann noch eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn die Veranstaltung die ersten Gäste kommen, dann ist das meistens ein gutes Vorzeichen für eine erfolgreiche Veranstaltung und die sollte es in diesem Jahr tatsächlich wieder werden. Die genannten Gaumenschmeichler rahmten das Vergleichsschießen auf dem Kleinkaliberstand passend ein.

 

75 Schützen verglichen sich im sportlich-fairen Einzel- und Mannschaftsschießen um interessante Sachpreise beziehungsweise Pokale, wobei die Mannschaften dabei die einzelnen Kompanien waren.

 

Nach etwa zweieinhalb Stunden lockerer Wettkampfatmosphäre verkündete Leutnant Kai Sommer das Ergebnis: Die Sportkompanie konnte das Mannschaftsschießen mit insgesamt 209 Ringen für sich entscheiden.

Darauf folgten mit 206 Ringen die Landfüchse. Den dritten Platz belegten ebenso zufrieden und bester Laune die Unteroffiziere mit 205 Ringen. Beim Einzelschießen sorgten folgende Ergebnisse für Jubel unter den Anwesenden: Bernd Telgheider von den Unteroffizieren belegte mit 48 Ringen den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz folgte ihm Sven Wiesner von den Landfüchsen mit 47 Ringen auf der Scheibe und den dritten Platz belegte mit 46 Ringen Tim Gottschalk von der Sportkompanie.

 

Das Fazit für eine rundum gelungene Veranstaltung konnte dabei einstimmiger nicht ausfallen. So resümierte Hauptmann Uwe Biesewinkel: „Es ist schön, dass diese bei Allen beliebte Veranstaltung auch nach einigen Jahren der Zwangspause noch so einen Anklang findet und begeistert angenommen wird. Wir haben es also nicht verlernt und können immer noch ungezwungen beieinanderstehen und eine gute Zeit verbringen.“ Auch Kommandeur Christoph Barre war ehrlich anzusehen, dass ihm die gelungene Veranstaltung Freude bereitete. Das unterstrich er in einem kurzen Grußwort überzeugend.

 

 

Ein gelungener Grundstein für die diesjährige Schützensaison ist damit gelegt und die Vorfreude auf den diesjährigen Bürgerschützenball vom 10. bis 12. Juni 2022 damit noch deutlich gesteigert worden.